Macht nach Foucault
Aus Foucault's Buch "Überwachen und Strafen"

In der Vergangenheit: Immer eine Strafe gegen den Körper: Enthaupten, Verbrennen, Brandmarken etc.

Strafen In der Aufklärurng nach Foucault

Einsperrung an Stelle von Folter des Körpers. Eine Strafe gegen den Geist.
Erfindung des Panoptikums. Es wird versucht zu resozialiseren, also zu normalisieren.

Die „Aufklärung“, welche die Freiheiten entdeckt hat, hat auch die Disziplinen erfunden.
– Die Ordnung der Dinge

Wir sind [...] eingeschlossen in das Räderwerk der panoptischen Maschine, das wir selbst in Gang halten – jeder ein Rädchen.
– Überwachen und Strafen

Im Text

Disziplin wird, so Foucault, zum allgemeinen Vergesellschaftungsmodus moderner, normativ integrierter Gesellschaften. Sie wirkt Rang ordnend und klassifizierend und sorgt für die (Re-)Integration der/ des Abweichenden in die Gesellschaft. Dem entspricht eine ›Mikrophysik der Macht‹, die mithilfe von Dressurtechniken am Körper nicht Male der Rache (wie die Folter des ersten Machttypus), sondern Spuren der Disziplinierung hinterlässt. Sie richtet sich auf den ›gelehrigen Körper‹ des einzelnen Individuums, der, in die kleinsten Details seiner Haltungen, Bewegungen und Gesten zerlegt, bis in die »Automatik seiner Gewohnheiten« (ÜS, 173) umgeformt und zu einem effektiven Kräftekörper zusammengesetzt wird.

[Das Gefängnis ist nur eine von] mehren Institutionen (Schule, psychiatrische Anstalt, Kaserne, Fabrik), in der die Disziplinarmacht den lebendigen Verhaltenskörper – und gerade das ›Leben‹ in ihm – produktiv zu machen sucht. Eine erste bedeutsame Form des Produktivmachens ist die Arbeit.

zweite Form des Produktivmachens von »Leben« entsteht als wohlfahrtsstaatliche Fortpflanzungspolitik und im Medium der für die Persönlichkeitsentwicklung für entscheidend erklärten ›Sexualität‹ (eine Errungenschaft des 19. Jh.s).

→ mehr dazu in: Der Wille zum Wissen (1976)