Der Tod in moderner klinischer Praxis

Die Geburt der Klink untersucht für den Bereich der Medizin, wie hier ebenfalls das Leben mit der Moderne in den Vordergrund tritt. In der klinischen Praxis verändert dies vor allem das Verhältnis von Tod und Leben: Die alte Transzendenz, die Quasi-Personalität des Todes verschwindet. Der Tod im Zeitalter des Lebens verwandelt sich in ein flexibles, hinausschiebbares (und potentiell reversibles) Lebensende.

Foucault zeigt dies an der Gewebephysiologie Bichats: Der Tod kann schon begonnen haben, während das Gewebe, die organischen Funktionen noch »leben« (GK, 156).