Zwei Aussagen sind für das Verständnis des (modernen) Körpers bei Foucault grundlegend:
1) Der Körper ist bis in seine Materialität ein Effekt strategischer Macht-Wissens-Praktiken und
2) Der Zugriff der ›Macht‹ (des ›Wissens‹, der ›Diskurse‹) auf den ›Körper‹ ist nicht allein repressiv, sondern produktiv.

Macht heißt, den Körper materiell zu formen und so das Subjekt als seelisch-leibliche Einheit zu gestalten;
Körper sein heißt, jenseits der Reflexionsschwelle als körperlich-seelisches Subjekt in den und durch die Technologien der Macht zu entstehen

Meine Suche geht dahin, dass ich zeigen möchte, wie die Machtverhältnisse materiell in die eigentliche Dichte der Körper übergehen können, ohne dass sie durch die Vorstellung der Subjekte übertragen werden müssen. Wenn die Macht den Körper trifft, so nicht, weil sie zunächst im Bewusstsein der Leute verinnerlicht wurde.

Köper anders sehen

Den anatomisch-biologischen Einzelkörper als einen Effekt strategischer Macht-Wissens-Technologien zu denken, bedeutet, ihn radikal und das heißt bis in seine materielle Erscheinung hinein zu historisieren und seine vermeintliche diskursive und kulturelle Vorgängigkeit als ein strategisches Spiel um Macht, Wissen und Wahrheit zu dekonstruieren.

Als Schauplatz diskursiver Praktiken und Regime sind materielle Erscheinungsform (Körper) und kulturelle Bedeutung (Subjektivität) durch jene Unvorgänglichkeit charakterisiert, die alles Diskursive auszeichnet.

Produktive Negativität (Körper und Macht)

Körper im Zentrum der Macht

In der Geschichte

[In Überwachen und Strafen (1976)] tritt die unhintergehbare, epistemologische Differenz zwischen der Bedeutung des Körpers im ›l’âge classique‹ und seiner Funktion im Kontext der politischen Ökonomie ab Mitte des 19. Jh.s. zu Tage: